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Riesenbärenklau am Wilden Graben östlich von Helbra 2012

Aktuelles

Übersicht über die Aufgaben des Projektes "Umsetzung des Aktionsprogrammes"

 

 

 

17.2.2017: Neues KORINA-Projekt in Sachsen-Anhalt bewilligt

Nach langer Wartezeit wurde nun endlich wieder ein Projekt in Sachsen-Anhalt bewilligt. Sein Titel ist "Umsetzung des Aktionsprogrammes Invasive Neophyten in Schutzgebieten Sachsen-Anhalts" und es wird im Zeitraum 1.3.2017-31.12.2018 durchgeführt werden. Dazu wird das KORINA-Team auf zwei wissenschaftliche und eine/n pädagischen MitarbeiterInnen aufgestockt. 

13.9.2016: Wasserhyazinthe entdeckt

Frau Monika Deventer, Teilnehmerin des Deutschen Naturschutztages, hat bei einem Spaziergang an der Ehle einen neuen Bestand der Wasserhyazinthe entdeckt. Wir haben die zuständigen Behörden informiert und hoffen, dass noch in diesem Jahr die Pflanzen entfernt werden. >>

Liste der Arten von EU-weiter Bedeutung tritt in Kraft

Damit ist die EU-Verordnung vollständig. Auf der Liste steht allerdings nur eine einzige Pflanzenart, die in Sachsen-Anhalt vorkommt, der Amerikanische Riesen-Aronstab. Mehr dazu >>

Ausstellung im Technischen Rathaus Halle (Saale)

Im letzten Jahr haben wir eine kleine Ausstellung für den Tierpark Petersberg entwickelt. Jetzt wird ein Teil dieser Ausstellung im Technischen Rathaus Halle gezeigt. Dazu haben wir in Zusammenarbeit mit MitarbeiterInnen des Fachbereiches Umwelt umfangreiche Informationen zu Maßnahmen gegen invasive Neophyten in Halle zusammengestellt. Eine gute Möglichkeit, die bereits langjährige Arbeit des Fachbereiches Umwelt darzustellen und zu würdigen. Weitere Informationen gibt es hier.

Eschen-Ahorn-Ringelung in Halle

In Halle werden entlang der Saale seit Oktober 2014 Eschen-Ahorne geringelt. Ziel ist die Förderung heimischer Baumarten , wie z. B. Silberweide und Flatterulme. Die Mitteldeutsche Zeitung berichtetet zum Tag des Baumes darüber und Radio Corax sendete am 10.5. ein Interview mit Katrin Schneider, das hier zum Nachhören zur Verfügung steht. Weitere Informationen zur Ringelung des Eschen-Ahorns in Halle gibt es hier.

EU-Verordnung

Seit 1.1.2015 gilt die Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 des europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Oktober 2014 über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten. Im Mittelpunkt der Verordnung steht eine Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung, für die Maßnahmen zum zukünftigen Umgang (Prävention, Früherkennung und rasche Reaktion, Kontrolle) festgelegt werden. Ein erster Entwurf wurde im Herbst 2015 vorgelegt und am 4.12.2015 durch die EU-UmweltministerInnen bestätigt (siehe Tabelle).

Diese Liste enthält fast ausschließlich seltene Arten, bei denen eine frühzeitige Kontrolle und ggf. Zurückdrängung noch möglich erscheint. Von zahlreichen Umweltverbänden wurde gefordert, auch weiter verbreitete Arten, z. B. Ambrosie, Riesen-Bärenklau und Japan-Staudenknöterich, in die Liste aufzunehmen. Da die Liste bereits 2016 erweitert werden soll, besteht noch Hoffnung.

So wie die Liste im Moment aussieht, muss Sachsen-Anhalt bezüglich der invasiven Planzenarten von unionsweiter Bedeutung nicht viel machen. KORINA hat da bereits ausreichend vorgearbeitet. Wie stark man sich hierzulande gegen die bereits weit verbreiteten invasiven Neophyten engagiert bleibt weiterhin dem Ermessen der einzelnen Behörden und Landnutzer überlassen.

ELER-Projektende

Am 30.9.2015 hat das dritte Teilprojekt unseres großen Projektes geendet (siehe >>). Annabell Hormann, Katrin Giese und Karin Hix arbeiten nicht mehr für KORINA. Wir hoffen, dass es demnächst möglich sein wird, Anträge für die nächste ELER-Förderperiode zu stellen und dass das nächste große KORINA-Projekt Anfang 2016 startet. In diesem Projekt wird auch Katrin Giese voraussichtlich wieder mitarbeiten. Wir danken Annabell Hormann und Karin Hix, die KORINA seit 2010 aufgebaut und wesentlich mitgestaltet haben, für die gute Zusammenarbeit und wünschen viel Glück auf den Weg!

KORINA arbeitet derzeit (mit vorläufigem Maßnahmebeginn) in einem durch das Land Sachsen-Anhalt geförderten Projekt. Inhalt des Projektes sind unter anderem die landesweite Koordinierung von Maßnahmen gegen Neophyten und die Aufarbeitung und Weiterleitung von Funddaten invasiver Neophyten.

Korina-Geburtstag

Am 1. Juni wurde KORINA fünf Jahre alt. Wir haben dies zum Anlass genommen, mit Freunden des Projekts einen kleinen Arbeitseinsatz zu machen und gemütlich Kaffee zu trinken. Am ehemaligen Planetarium in Halle haben wir einen kleinen Bestand des Orientalischen Zackenschötchens mit Unkrautstechern, Ampferstechern und Spaten sorgfältig ausgegraben. Danach gab es in den Kolonnaden des Peißnitzhauses selbstgebackenen Kuchen.

korina-App in Schulen

Ab sofort kartieren SchülerInnen und Lehrerinnen mit unserer App. Im Bio-Unterricht und in Lehrerfortbildungen bestimmen wir invasive Arten und kartieren diese mit Smartphones. Hier gibt es weitere Informationen.

1.1.2015: Die EU-Verordnung über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten ist in Kraft getreten!

Damit hat das langjährige Bemühen um ein europaweites Vorgehen gegen invasive Arten eine ganz neue Qualität erhalten. Welche Auswirkungen die Verordnung in Sachsen-Anhalt haben wird, hängt allerdings stark davon ab, welche Arten auf die "Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung"  gelangen. Diese muss bis zum 2.1.2016 beschlossen werden. Für die Arten auf dieser Liste müssen Überwachungssysteme, Aktionspläne und Managementmaßnahmen umgesetzt werden. Weitere Informationen zur EU-Verordnung finden Sie hier.

korina-App für Android-Betriebssystem fertig

Was lange währt wird gut. Jetzt ist es endlich auch den Besitzern von Android-Smartphonen möglich, mit unserer App Neophyten zu melden. Das dauert ungefähr eine Minute und ist damit viel schneller als unsere bisherige Methode der Fundmeldung im Internet. Außerdem gibt es in der App auch eine Karte der Umgebung, auf der alle bisher bekannten Fundorte von Neophyten im Umkreis von 1km angezigt werden. Damit hat man die Möglichkeit, neue Neophytenarten kennenzulernen bzw. alte Funde nachzuprüfen.

Langer Tag der Stadtnatur in Dessau-Roßlau am 14./15.6.2014

Die Stadt Dessau-Roßlau organisiert in diesem Jahr gemeinsam mit 35 Partnern den zweiten Langen Tag der STADTNatur. 35 unterschiedliche Veranstaltungen laden Sie ein, Natur und Landschaft in der Region haut nah zu erleben und zu genießen. Sie können auf der Elbe paddeln, ein Bienenvolk beobachten, Vogelstimmen lauschen oder eine Nacht unterm Sternenhimmel verbringen. Hauptthema sind in diesem Jahr biologische Invasionen und das KORINA-Team ist an beiden Tagen mit Infostand, Exkursionen und anderen Angeboten dabei.

Mitarbeiterinnen von KORINA stellen Ihnen auf einer geführten Wanderung Neophyten in der Natur vor. Es werden zwei Führungen angeboten, je einmal an der Elbe (14.06.) und durch den Kühnauer Park (15.06.). Am Infostand am Weinberghaus erhalten Sie Infos zu den Auswirkungen von z.B. Riesen-Bärenklau und Staudenknöterich auf den Menschen und zu möglichen Maßnahmen zu ihrer Kontrolle. Auf einem Stadtplan von Dessau-Roßlau werden die bisher bekannten Standorte gezeigt und ergänzt. Für Kinder und Erwachsene gibt es Bestimmungsspiele, eine Rallye und ein Quiz zu invasiven Neophyten. Für Smartphone-Besitzer wird die KORINA-Smartphone-App vorgestellt.

Infostand 14.06. /15.06.  ab 10.00 – 17.00 Uhr am Weinberghaus Kühnauer  Park

Wanderung 14.06. 13.00 ab Kornhaus Dessau und 15.06. 11.00 ab Weinberghaus (je ca. 1 h)

Neu: Naturschutzfachliche Invasivitätsbewertungen für in Deutschland wild lebende gebietsfremde Gefäßpflanzen

"Die mit diesem BfN-Skript vorgelegten Ergebnisse zeigen deutlich, dass die meisten der über 2.400 in Deutschland wild lebenden gebietsfremden Gefäßpflanzenarten aus Sicht des Naturschutzes kein Problem darstellen. Andererseits wurden aber 38 invasive und 42 potenziell invasive Arten identifiziert, die die biologische Vielfalt in Deutschland erheblich oder zumindest potenziell gefährden.Besondere Priorität für den Naturschutz besitzen dabei zehn invasive Arten, die bisher nur kleinräumig vorkommen und für die Sorfortmaßnahmen vorhanden sind. Bei diesen prioritären Pflanzenarten, die erst am Anfang ihrer Ausbreitung stehen, besteht die berechtigte Chance, mit relativ geringem Ressourcenaufwand die Gefährdung der biologischen Vielfalt durch vollständige Beseitigung der bekannten Vorkommen frühzeitig abzuwehren. Grundsätzlich gilt aber, dass Vorsorge der beste und kostengünstigste Schutz gegen gebietsfremde Arten ist. Es ist daher notwendig, die Einfuhrvektoren dahingehend zu steuern, dass die Einführung und Etablierung von Arten außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets verhindert oder erschwert wird."

Am 1.10.2013 begann unser drittes Teilprojekt!

neben der Weiterführung unser bisherigen Arbeiten haben wir auch einige neue Projekte geplant:

  • Mit der Vorstellung der Neophytenproblematik im Unterricht soll eine Sensibilisierung der Schüler erreicht werden. Die Angebote für Schulen sollen dreigliedrig gestaltet werden. Je nach Kapazität, Interesse, Infrastruktur und Relevanz kann eine Schule auswählen, welche Angebote davon für sie in Frage kommen.
     
  • An der Oker haben sich aufgrund fehlender Bewirtschaftung dichte Bestände von Staudenknöterichen, Riesen-Bärenklau, Später Goldrute und Drüsigem Springkraut entwickelt. In Vorbereitung des Managementplanes soll eine Sondierung zu Möglichkeiten der Zurückdrängung der invasiven Neophyten mittels der Beweidung durch Wasserbüffel erfolgen.
     
  • Wir erproben den Einsatz von modernen Fernerkundungsdaten zur Erfassung der Verbreitung ausgewählter Neophytenarten! Dabei werden im LAU vorhandene Luftbilddatensätze sowie hochauflösende Satellitendaten ausgewertet.

 


Korina | Koordinationsstelle Invasive Neophyten in Schutzgebieten
Sachsen-Anhalts beim UfU e.V.
Große Klausstraße 11, 06108 Halle
Telefon 0345-202 65 30, Fax 0345-685 85 216
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