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Projektrückschau 2014

Schulprojekte, Fortbildungen, Science Camps - auf dieser Seite erhalten Sie einen Eindruck von unserer Bildungsarbeit

Science Camp

Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bot jungen Menschen von 12 bis 16 Jahren die Möglichkeit, an einem einwöchigen Wissenschaftscamp teilzunehmen. In drei Workshops forschten und experimentierten in Halle 46 TeilnehmerInnen.

"Grüne Aliens?! - Pflanzliche Neubürger unter der Lupe"

In unserem Workshop bearbeiteten 14 Jugendliche eine Woche eigene Forschungsfragen zu invasiven Neophyten.

Wir haben: Blätter gebügelt und laminiert, Videos gedreht, Goldrutentee getrunken, Pflanzensamen unter dem Mikroskop betrachtet, mit Autoreifen experimentiert, Tomaten im Ofen getrocknet und am Ende alle Ergebnisse den anderen TeilnehmerInnen des Science Camps präsentiert.

Die Jugendlichen suchten u.a. nach Antworten auf folgende Forschungsfragen:

  • Lindert der Blättersaft des Drüsigen Springkrauts den Schmerz nach Brennnesselstichen auf der Haut? (Frage von Alex, 14 Jahre)
  • Denaturiert der Saft von Riesenbärenklau Eiweiß? (Frage von Jannis, 15 Jahre)
  • Wie weit fliegen die Samen der verschiedenen Neophyten-Arten? (Frage von Jon, 14 Jahre)
  • Welche Samen werden besonders gut durch das Profil in Autoreifen verschleppt? (Frage von Vanessa und Sophie, 16 und 14 Jahre)

Kartierung am Saaleufer

Mit Tretbooten ging es auf die Saale, um vom Wasser aus die sonst schwer sichtbaren Neophyten entlang der Saale zu kartieren: Eschenahorn, Götterbaum und Rot-Esche. Alle gesammelten Daten wurden zu einer Karte verarbeitet.

Der Super-Neophyt!

Jon baute eine Pflanze, die mehrere vorteilhafte Eigenschaften verschiedener Neophyten vereinte. Seine 1,80 Meter große Pflanze hatte Rhizome für die Ausbreitung im Boden, den Springmechnismus der Springkräuter und enthielt Samen der Robinie. Der Riesenbärenklau war Vorbild für die riesigen Blätter und die weißen Blüten.

Fortbildungen für Lehrende

Invasive Neophyten als Thema im Biologieunterricht - Methoden-Workshop für FachbetreuerInnen Biologie

Im Februar war KORINA an der Umsetzung einer Fortbildungsveranstaltung für FachlehrerInnen und FachbetreuerInnen der Biologie beteiligt. Nach einem fachlichen Impulsvortrag wurde das Wissen mit Übungen gefestigt und vertieft. Neben einem interaktiven Spiel zum Einstieg in das Thema mit SchülerInnen wurden Neopyhten kreativ porträtiert. In kleinen Geschichten präsentierten die TeilnehmerInnen die Reisewege dieser Pflanzen. Den Abschluss bildete ein Austausch über die vorgestellten Methoden und Möglichkeiten der Einbindung in den Biologieunterricht. 

Invasive Neophyten als fächerübergreifendes Thema - Fachvortrag und Workshop im Rahmen des MINT-Fortbildungstages

Das LISA veranstaltete am 5. April 2014 einen Fortbildungstag für MINT-Fächer. Am Vormittag präsentierte KORINA einen Fachvortrag mit dem Titel "Neophyten als fächerübergreifendes Thema". Im anschließenden Workshop wurde mit einem Quiz auf den Vortrag Bezug genommen. Vertiefend beschäftigten sich zwei Gruppen mit den Staudenknöterich-Arten, mit der Unterscheidung der Arten einerseits und deren Herkunft und Verbreitung andererseits. Ziel war die Entwicklung einer fünfminütigen Präsentation für die anderen Workshop-TeilnehmerInnen. Dabei entstanden ein Staudenknöterich-Brettspiel, das die Verbreitung in Sachsen-Anhalt veranschaulichte und eine nachgespielte Geschichte, in der die drei Staudenknöterich-Arten vorgestellt wurden. Den Abschluss bildete ein Tisch-Memoryspiel zur Verhinderung der Ausbreitung bzw. zur Beseitigung von Staudenknöterichen.

 

Schulprojekte

Kartierung in der Dölauer Heide - Sekundarschule "Heinrich Heine" in Halle (Saale)

In den Klassen 8a und 9a wurden invasive Neophyten von März bis Juni zum Thema im Biologieunterricht. Das Projekt wurde in 3 Teilen umgesetzt. In einer Doppelstunde erfuhren die SchülerInnen über das "Autogrammjäger"-Spiel was Christoph Kolumbus, Profile von Autoreifen und Vogelfutter mit invasiven Pflanzen zu tun haben. In einer zweiten Einheit startete eine Rallye, bei der alle auf die Suche nach Neophyten auf dem Schulgelände gingen und dabei ausgewählte Arten kennenlernten. Abschließend brachen wir zu einer fünfstündigen Exkursion in die Dölauer Heide (FFH-Schutzgebiet) auf, um in kleinen Teams die kennengelernten Arten zu kartieren.

Neophytensuche mit GPS-Geräten - Gymnasium Querfurt

Im Juli suchten in Querfurt drei kleine Teams Neophyten mit Hilfe von GPS-Geräten. Nach einer kurzen Geräteeinführung und einer Testphase auf dem Schulgelände machten sich die SchülerInnen mit ihren Geräten auf den Weg, um kleine Dosen in der Stadt zu finden. Diese enthielten Pflanzensteckbriefe und waren an Ortenversteckt, an denen Neophyten wuchsen. Mit Hilfe der Steckbriefe konnten Fragen auf dem Laufzettel beantwortet werden: Welche der abgebildeten Pflanzen ist an Ort und Stelle zu finden? Woher kommt diese Art und was war der Grund für ihre Einfuhr? Nach Beantwortung der Fragen ging es mit den neuen Koordinaten zur nächsten Station.
Das Projekt wurde von zwei Lehrerinnen der Fächer Biologie und Geographie begleitet. Sie entwickelten anschließend selbst ein einwöchiges Neophyten-Projekt, bei dem SchülerInnen eigene Neophyten-Routen legten.

Neophyten im Schulwald?! - Schulzentrum "J.F. Walkhoff" Gröbzig

In Nähe des Schulgeländes wächst der gesundheitsgefährdende Riesenbärenklau entlang der Fuhne. In einer gemeinsamen Begehung von KORINA mit dem Ortsbürgermeister und dem Wochenspiegel entstand die Idee, das Thema in der Schule zu bearbeiten. Dies bildete den Ausgangspunkt für ein gemeinsames Projekt mit der Klasse 8b. Nachdem über den Riesenbärenklau gesprochen wurde, rückte der eigene Schulwald mit den dort vorkommenden Neophyten in den Fokus. Über einen längeren Zeitraum haben wir die Klasse 8b bei dem Vorhaben begleitet, zum Tag der offenen Tür ihrer Schule eine Rallye durch den Schulwald für BesucherInnen zu entwickeln. Am 4. Juli war es dann soweit: die SchülerInnen leiteten jüngere SchülerInnen an, so dass diese die Schulrallye ausprobieren konnten. Zudem wurde ein Bestimmungsspiel zur Unterscheidung von Riesen- und heimischem Wiesenbärenklau gespielt.

Blattmorphologie und Neophytenkartierung - Kooperative Gesamtschule "Wilhelm von Humboldt" in Halle (Saale)

Insgesamt drei Tage setzten sich die SchülerInnen einer 9. Klasse mit der Bestimmung und Kartierung von Neophyten sowie deren Einfluss auf heimische Ökosysteme auseinander. Im Rahmen des Biologie-Unterrichts wurde zunächst ein Mystery zum Riesenbärenklau gespielt, bei dem es herauszufinden galt, warum in einer fiktiven Geschichte zwei Jugendliche Verbrennungen im Mundbereich haben. Anschließend betrachteten die SchülerInnen Blätter von neun invasive Neophyten in Teams genauer. Dazu wurden biologische Begriffe zur Beschreibung der Blattmorphologie eingeführt und auf Karten aufgehängt. Auf flipchart-Plakaten zeichneten die SchülerInnen die Blätter und hoben Erkennungsmerkmale hervor. Nach der gegenseitigen Vorstellung der Ergebnisse suchten alle die Arten auf dem Schulhof und trugen sie in eine Geländekarte ein. Ein weiterer Tag wurde für die Kartierung einer ausgewählten Fläche in der Dölauer Heide - ähnlich dem Projekt in der Sekundarschule "Heinrich Heine" - genutzt. Am dritten Tag war die Klasse auf einer Fläche der NGO I plant a tree in der Dölauer Heide unterwegs. Sebastian Tischer begleitete die SchülerInnen durch das Gelände und erläuterte welche Folgen invasive Arten auf den Heidewald haben.


Korina | Koordinationsstelle Invasive Neophyten in Schutzgebieten
Sachsen-Anhalts beim UfU e.V.
Große Klausstraße 11, 06108 Halle
Telefon 0345-202 65 30, Fax 0345-685 85 216
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