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Bildungsarbeit Rückschau 2017

Schulprojekte, außerschulische Angebote, Fortbildung und neues Material – auf  dieser Seite erhalten Sie einen Eindruck von unserer Bildungsarbeit

Außerschulische Angebote

Auch im Jahr 2017 wurden unsere Stände bei Veranstaltungen von verschiedenen Bildungsangeboten begleitet. Beim Langen Tag der Stadtnatur in Dessau, der Langen Nacht der Wissenschaft und dem Umweltbildungstag in Halle konnten interessierte Kinder, Jugendliche und Erwachsene in kurzer Zeit ExpertInnen für Neophyten werden. Mithilfe anschaulicher Spiele bestimmten sie Staudenknöteriche und Eschen-Ahorn.

Rallyes luden zu einem kurzen Ausflug in die Umgebung der Veranstaltung ein, bei dem Interessierte verschiedene Neophyten kennenlernen konnten, was viel Anklang fand.

 

Fortbildung für Lehrende

An der Universität Halle-Wittenberg fand im September der 2. Mitteldeutsche MINT-Kongress statt. LehrerInnen aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt konnten verschiedene Angebote für die MINT-Fächer besuchen.

In unserem Workshop stellten wir unsere Schulprojektarbeit vor und zeigten Anknüpfungspunkte zum Lehrplan auf. Die LehrerInnen konnten eine Methode zur Pflanzenbestimmung selbst ausprobieren. Anschließend machten wir auch mit ihnen einen Ausflug ins Gelände, um Neophyten vor Ort kennenzulernen und mit der App zu kartieren.

 

Neues Material

In diesem Jahr haben wir verschiedene KORINA-Giveaways produziert. Gartenhandschuhe, Maßbänder und Regenponchos dienen als Dankeschön fürs Mitmachen beim Kartierungsprojekt oder als Preis für eine gelöste Rallye und so bleibt das KORINA-Projekt noch länger im Gedächtnis.

Die Spielanleitung für unsere Spielesammlung BioTopp haben wir vollständig überarbeitet und erweitert. Das Spiel mit neuer Anleitung kann hier bestellt werden.

Das zwischenzeitlich vergriffene Methodenheft ist nun nachgedruckt und hier erhältlich.

Schulprojekte

Ein Schwerpunkt der Schulprojektarbeit lag in diesem Jahr darauf, die KORINA-App in den Schulen bekannt zu machen, weiter zu testen und zu verbessern. Inzwischen läuft die App auf dem Großteil der Smartphone-Modelle fehlerfrei und es werden weiterhin Verbesserungsvorschläge der SchülerInnen eingearbeitet, um die App noch anwendungsfreundlicher zu machen.
 

Staudenknöterich-Kartierung mit der App – Gymnasium Querfurt

Im Juli nutzten SchülerInnen der 7. und 8. Klassen die Projektwoche, um invasive Neophyten in Querfurt zu entdecken. Nach einer Themeneinführung mit Film, Quiz und Spiel wurde die KORINA-App auf dem Schulhof ausprobiert. Mit Bestimmungsspielen lernten die SchülerInnen die feinen Unterschiede der drei Staudenknötericharten kennen.

Diese wurden am nächsten Tag  mit der App kartiert. Vier Teams zogen los in Richtung Fluss und Kleingartensiedlungen, wo die SchülerInnen die Staudenknöteriche zuvor vermutet hatten. Auf dem Weg dorthin begegneten sie markierten Pflanzen, wodurch sie weitere invasive Neophyten kennenlernten. Sie bekamen außerdem den Auftrag, abgestorbene Staudenknöterich-Triebe zu „ernten“ und mit in die Schule zu bringen.

Daraus bauten die SchülerInnen am nächsten Tag Windspiele, Flöten, Klanghölzer und Naturböller. In der Auswertung trugen sie all ihre Kartierungsergebnisse auf einer großen Querfurtkarte zusammen, die sie gemeinsam mit den entstandenen Bauwerken beim Projektabschluss präsentierten.

Das Projekt wurde von zwei Lehrerinnen der Fächer Biologie und Geografie begleitet. Sie führten die Projektwoche eigenständig fort und entwickelten eine GPS-Tour mit den SchülerInnen.

 

Neophytenwissen für ErzieherInnen – Berufsbildende Schule Bitterfeld

Eine Gruppe von 45 angehenden ErzieherInnen im dritten Lehrjahr hat sich im September drei Tage lang mit Neophyten beschäftigt. Eine Aufstellungsmethode für große Gruppen diente als Einstieg ins Thema: Anhand individueller Neophytenkarten konnte mithilfe verschiedener Aufstellungsvorgaben im Raum herausgefunden werden, wann die meisten Neophyten eingeführt wurden, welche Gründe es dafür gab, wo sie herkommen und wie viele von ihnen Probleme verursachen. Die Arten haben die SchülerInnen nicht nur durch Bestimmungsspiele und eine Rallye im Gelände kennengelernt, sondern ihren MitschülerInnen selbst vorgestellt.

Damit waren sie gewappnet für die Exkursion am nächsten Tag: Auf neun unterschiedlichen Routen rund um Bitterfeld kartierten Kleingruppen Neophyten mithilfe der App und Papierbögen. Sie registrierten Veränderungen in den Beständen sowie knapp 100 neue Funde!

Sie hatten außerdem den Auftrag, Pflanzenmaterial zu sammeln, woraus sie am nächsten Tag eigene Spiele für unterschiedliche Altersstufen entwickelten. Hier konnten die SchülerInnen sehr kreativ ihr Wissen anwenden und zeigen, wie sie das Thema Neophyten als angehende MultiplikatorInnen zielgruppenorientiert vermitteln können.

 

Schulhof- und Geländeerkundung in Halle – Sekundarschule Heinrich Heine

Die SchülerInnen einer siebenten und zwei neunter Klassen konnten im September zunächst ihren Schulhof genau entdecken: Wie viele Bäume und Sträucher sind eigentlich heimisch und woher kommen die anderen? Bei einer Rallye sind sie im Rekordtempo über den Schulhof gerannt, um diese Informationen den Hinweisschildern an den Pflanzen zu entnehmen.

Nachdem die SchülerInnen auf diese Weise 10 heimische Arten und 10 Neophyten kennengelernt hatten, wendeten sie sich den invasiven Neophyten zu. Denn diese wurden bei Exkursionen im Oktober in unterschiedliche Gebiete rund um Halle Neustadt mit der App kartiert. Jede Gruppe von drei bis vier SchülerInnen konzentrierte sich auf zwei Arten und so waren fast alle Funde mit der App fehlerfrei!

In der Auswertung fanden die SchülerInnen nicht nur das Zusammentragen ihrer Funde auf der großen Karte beeindruckend, sondern auch die digitale Übersicht im KORINA-Atlas, in der ihre Funde durch andersfarbige Punkte hervorgehoben wurden.

 


Korina | Koordinationsstelle Invasive Neophyten in Schutzgebieten
Sachsen-Anhalts beim UfU e.V.
Große Klausstraße 11, 06108 Halle
Telefon 0345-202 65 30, Fax 0345-685 85 216
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