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Workshop zur Riesen-Bärenklau-Kontrolle am 12.6.2013

Workshops:

Strategien für den Umgang mit invasiven Neophyten

Wie lassen sich bestimmte invasive Neophyten kontrollieren? Welche Maßnahmen sind wirklich sinnvoll? Pro Workshop steht jeweils ein spezieller invasiver Neophyt im Fokus. Experten stellen dazu Ihre Erfahrungen vor und erarbeiten gemeinsam mit Ihnen die nächsten Schritte für ein effektives Neophytenmanagement.

Die gut 20 Workshop-Teilnehmer sind stets eine Mischung ganz unterschiedlicher Akteure – und das sorgt für eine anregende Vielfalt an Perspektiven auf den jeweiligen Neophyten.

Jeder Workshop zielt darauf ab, klare Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, so dass wir im Hinblick auf diesen invasiven Neophyten ein entscheidendes Stück weiter kommen.

Riesen-Bärenklau

Staudenknöteriche

Orientalisches Zackenschötchen

 

 

„Möglichkeiten des Managements des Riesen-Bärenklaus in Sachsen-Anhalt“

Um Theorie und Praxis miteinander zu verbinden, fand der Workshop am 12. Juni 2013 in Helbra, ganz in der Nähe großer Riesen-Bärenklau-Bestände statt. Gastgeber war die Gesellschaft für Sanierung und Strukturentwicklung Mansfelder Land mbH, die in diesem Jahr eine Maßnahme zur Bärenklau-Kontrolle durchführt.

Workshop zur Riesen-Bärenklau-Kontrolle in Helbra

Frau Hormann, KORINA, stellte die Verbreitung des Riesen-Bärenklaus in Sachsen-Anhalt sowie die verschiedenen Methoden zu seiner Kontrolle vor. Herr Schuster, Stadt Halle, Fachbereich Umwelt, berichtete von seinen langjährigen Erfahrungen bei Maßnahmen zur  Eindämmung der Herkulesstaude in Halle. Außerdem wurden von Frau Schneider, KORINA, erste Ergebnisse der Zusammenarbeit verschiedener Institutionen bei der Kontrolle des Riesen-Bärenklaus im Einzugsgebiet der Mansfelder Seen gezeigt sowie die von KORINA erarbeiteten Infomaterialien zum Riesen-Bärenklau präsentiert. Im Anschluß wurde über die Inhalte einer Strategie zum Umgang mit Riesen-Bärenklau in Sachsen-Anhalt diskutiert und der von KORINA erarbeitete Entwurf ergänzt.

Bei der Exkursion an zwei Bärenklau-Standorte bei Eisleben wurde das Abstechen von Riesen-Bärenklau als eine effektive Maßnahme vorgestellt. Dabei wurde deutlich, dass die im Raum Eisleben häufigen Standorte am Ufer kleiner Fließgewässer besonders hohe Ansprüche an Kraft und Ausdauer der Mitarbeiter stellen.

Abstechen des Riesenbärenklaus

Außerdem wurde der Verdacht geprüft, ob Pflanzen, die schon einmal gefruchtet haben, im nächsten Jahr nochmal austreiben können. Dazu wurde eine Pflanze, bei der dieser Verdacht bestand, ausgegraben (Bild unten-links). Dabei stellte sich heraus, dass es sich um drei Pflanzen mit dicht ineinander verwachsenen Wurzeln handelte (Bild unten-rechts). Eine war bereits abgestorben. Die anderen zwei hatten in ihrem Schatten überdauert und nach ihrem Absterben verstärkt ausgetrieben.

kein neuaustrieb einer Alten Bärenklau-Pflanze, sondern mehrere Pflanzen, die durcheinander wuchsen

Vorträge

HORMANN, A. (2013): Riesen-Bärenklau in Sachsen-Anhalt – Vorkommen, Auswirkungen und laufende Maßnahmen. Workshop „Möglichkeiten des Managements des Riesen-Bärenklaus in Sachsen-Anhalt“ 12.06.2013, Helbra. Koordinationsstelle Invasive Neophyten in Schutzgebieten Sachsen-Anhalts beim UfU e. V. . 18 S. pdf 2,4 MB

SCHNEIDER, K. (2013): Koordination und Umsetzung der Kontrolle des Riesen-Bärenklaus im Einzugsgebiet der Mansfelder Seen. Workshop „Möglichkeiten des Managements des Riesen-Bärenklaus in Sachsen-Anhalt“ 12.06.2013, Helbra. Koordinationsstelle Invasive Neophyten in Schutzgebieten Sachsen-Anhalts beim UfU e. V. . 13 S. pdf 2,3 MB

SCHNEIDER, K. (2013): Öffentlichkeitsarbeit für eine intensivierte Kontrolle des Riesen-Bärenklaus. Workshop „Möglichkeiten des Managements des Riesen-Bärenklaus in Sachsen-Anhalt“ 12.06.2013, Helbra. Koordinationsstelle Invasive Neophyten in Schutzgebieten Sachsen-Anhalts beim UfU e. V. . 5 S. pdf 0,8 MB

Materialien

KORINA (2013): Infomaterialien zur Kontrolle von Riesen-Bärenklau. Koordinationsstelle invasive Neophyten in Schutzgebieten Sachsen-Anahlts beim UfU e. V. . 10 S. pdf 2,6 MB

SCHNEIDER, K. & A. HORMANN (2013): Strategie zum Umgang mit dem Riesen-Bärenklau in Sachsen-Anhalt - Stand 12.06.2013. Koordinationsstelle Invasive Neophyten in Schutzgebieten Sachsen-Anhalts beim UfU e. V. . 22 S. pdf 1,4 MB
 

 

„Möglichkeiten des Managements der Staudenknöteriche in Sachsen-Anhalt“

Japanknöterich an der Saale bei Plötzkau Januar 2013Japanischer Staudenknöterich am Ufer der Saale bei Plötzkau Januar 2013

Am 28.2.2013 fand im Landesamt für Umweltschutz unser zweiter Workshop für Neophytenmanagement statt. Herr Bernd Walser,
Regierungspräsidium Freiburg, Landesbetrieb Gewässer, konnte aus zwanzig Jahren Erfahrungen im Umgang mit den Staudenknöterichen berichten.

Bernd Walser stellt eine Weidenspreitlage vor

Auf diesen Erfahrungen aufbauend wurde anschließend über die Situation in Sachsen-Anhalt diskutiert. Von den Teilnehmern des Workshops wurden Vorschläge zum zukünftigen Umgang mit den Staudenknöterichen gemacht. Aus diesen Vorschlägen wurden im Anschluß an den Workshop von den Mitarbeiterinnen von KORINA in Zusammenarbeit mit Herrn Walser Strategie und Handlungsempfehlungen zum Management der Staudenknöteriche erstellt.

 Vorträge

WALSER, B. (2013): Staudenknöterich in Baden-Württemberg – Strategien zur Bestandsregulierung. Workshop  „Möglichkeiten des Managements der Staudenknöterich-Arten in Sachsen-Anhalt“ 6.02.2013, Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt. Regierungspräsidium Freiburg, Landesbetrieb Gewässer. 75 S. Powerpoint-Präsentation. pdf 5,2MB

SCHNEIDER, K. (2013): Verbreitung und Management der Staudenknöterich-Arten in Sachsen-Anhalt. Workshop „Möglichkeiten des Managements der Staudenknöterich-Arten in Sachsen-Anhalt“ 6.02.2013, Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt. KORINA. 20 S. Powerpoint-Präsentation. pdf 1,3 MB

Ergebnisse

KORINA (2013): Handlungsempfehlungen zum Management der Staudenknöteriche in Schutzgebieten und deren Einzugsgebieten in Sachsen-Anhalt - Stand 23.3.2013. Koordinationsstelle Invasive Neophyten in Schutzgebieten Sachsen-Anhalts beim UfU e. V. 9 S. pdf 0,5 MB

 

„Möglichkeiten des Managements von Bunias orientalis in Sachsen-Anhalt“

Orientalisches Zackenschötchen an einem Hang bei Zilly

Am 6.02.2013 fand im Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt unser erster Workshop statt. Katrin Schneider stellte das Orientalische Zackenschötchen, seine Auswirkungen und die derzeitige Situation in Sachsen-Anhalt vor.
Dr. Gunnar Seibt erläuterte sehr anschaulich seine Ideen für einen erfolg-reicheren Umgang mit dem Orientalischen Zackenschötchen. Dabei konnte er einige frisch ausgegrabene Exemplare präsentieren.

Gunnar Seibt zeigt eine Wurzel des Orientalischen Zackenschötchens

Ergebnis des Workshops war eine Strategie zum Umgang mit Bunias orientalis in Sachsen-Anhalt. Teil der Strategie sind Handlungsempfehlungen, die in den nächsten Jahren erprobt und weiterentwickelt werden sollen.

 

KORINA (2013): Handlungsempfehlungen zum Umgang mit dem Orientalischen Zackenschötchen in Sachsen-Anhalt. Koordinationsstelle Invasive Neophyten in Schutzgebieten Sachsen-Anhalts beim UfU. 3 S. pdf 100KB

LINDNER, H. (2010): Versuch zur Bekämpfung des Orientalischen Zackenschötchens (Bunias orientalis). Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Landwirtschaftsamt. 1 S.  pdf

SCHNEIDER, K. (2013): Bunias orientalis in Sachsen-Anhalt. Workshop „Möglichkeiten des Managements von Bunias orientalis in Sachsen-
Anhalt“ 6.02.2013, Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt. Koordinationsstelle Invasive Neophyten in Schutzgebieten Sachsen-Anhalts beim UfU e. V. 27 S. Powerpoint-Präsentation. pdf 4,9MB

SEIBT, G. (2013): Der Einfluss des Menschen auf die Bestandsentwicklung von Bunias orientalis. Vortrag beim KORINA-Workshop „Möglichkeiten des Managements von Bunias orientalis in Sachsen-Anhalt“ 6.02.2013, Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt. 5 S. pdf 100KB

 

Wurzeln des Orientalischen ZackenschötchensWurzeln des Orientalschen Zackenschötchens

 

 

 


Korina | Koordinationsstelle Invasive Neophyten in Schutzgebieten
Sachsen-Anhalts beim UfU e.V.
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