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Europa

Gesetzliche Regelungen auf europäischer Ebene

EU-Verordnung (2014)

European Plant Protection Organisation (EPPO)

Sechstes Umweltaktionsprogramm der EU (2002)

EU-Aktionsplan zur biologischen Vielfalt (2006) 

Europäische Strategie zum Umgang mit invasiven Arten

Biodiversitäts-Strategie für das Jahr 2020 (2011)

 

 

European Plant Protection Organisation (EPPO)

Die European Plant Protection Organisation (EPPO) erlässt auf der Grundlage des Internationalen Pflanzenschutzabkommens (IPPC) Listen von Arten, die Kontrollen und Verbreitungsverboten unterliegen, welche durch den Pflanzenschutz und den Zoll durchgeführt werden. Seit 2002 sind auch invasive Neophyten Arbeitsgegenstand der EPPO. Eine Kommission analysiert invasive Arten auf ihr Gefährdungspotential hin und nennt die Arten, die als besonders gefährlich eingestuft werden in einer Liste der invasiven gebietsfremden Arten. Für diese Arten empfiehlt die EPPO „den Ländern, die von diesen Arten betroffen sind, Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Einführung oder Ausbreitung zu verhindern oder unerwünschte Populationen zu kontrollieren.“

Sechstes Umweltaktionsprogramm der EU

Im Jahr 2002 verabschiedete die Europäische Gemeinschaft das Sechste Umweltaktionsprogramm, welches das Ziel nannte, bis 2010 die Auswirkungen invasiver Arten und Genotypen zu verhüten und abzumildern:

Es wurden folgende Ziele angestrebt:

  •  „Stoppen der Verarmung der biologischen Vielfalt einschließlich der Verhütung und Abmilderung der Auswirkungen von invasiven fremden Arten und Genotypen, was bis 2010 erreicht sein sollte;“
  •  „Entwicklung von Maßnahmen zur Vorbeugung gegen invasive fremde Arten einschließlich fremder Genotypen und zu deren Kontrolle.“

Zum Weiterlesen: 6. Umweltaktionsprogramm

 Das Siebte Umweltaktionsprogramm der EU (2013-2020) trifft keine Aussagen zu invasiven Arten.

EU-Aktionsplan zur biologischen Vielfalt

Der EU-Aktionsplan zur biologischen Vielfalt von 2006 empfiehlt eine gemeinschaftliche Strategie zur Vorbeugung und Bekämpfung invasiver Arten bis 2010:

„Für die Vorbeugung gegen invasive gebietsfremde Arten und für deren Bekämpfung stehen verschiedene Maßnahmen zur Verfügung, wenngleich noch Lücken bei diesen Strategien bestehen mögen. Zu diesem Zweck sollten eine umfassende Gemeinschaftsstrategie sowie spezifische Maßnahmen, einschließlich eines Frühwarnsystems, entwickelt werden.“ ..„Im Einklang mit den Leitlinien des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) soll das Rahmenwerk“ (die Gemeinschaftsstrategie) „dazu beitragen von vornherein das Auftreten invasiver schädlicher Arten zu verhindern; jegliches invasive Auftreten frühzeitig zu bemerken und die Arten gegebenenfalls auszurotten.“

Zum Weiterlesen: EU-Aktionsplan

2008 stellte eine Halbwertszeitbewertung des EU-Aktionsplans zur biologischen Vielfalt fest, dass die negativen Auswirkungen invasiver Arten rapide zunehmen und nur wenige Länder bislang nationale Strategien zum Umgang mit ihnen aufgestellt haben. Auch in Deutschland existiert eine solche Strategie bislang nicht. Ebenso steht eine gemeinsame europäische Strategie aus. Die Abschlussbewertung des EU-Aktionsplans zur biologischen Vielfalt von 2010 stellt fest, dass noch immer keine Gemeinschaftsstrategie zum Umgang mit invasiven Arten existiere, derzeit aber daran gearbeitet werde.

Zum Weiterlesen: Halbwertszeitbewertung des Aktionsplan pdf 0,07 MB, Abschlussbewertung des Aktionsplans pdf 0,09 MB

 

Europäische Strategie zum Umgang mit invasiven Arten

Europäische Kommission: Hin zu einer EU Strategie zum Umgang mit invasiven Arten (2008) pdf 0,07 MB

Ausschuss der Regionen: Neue Impulse zur Bekämpfung des Rückgangs der Artenvielfalt (2009) pdf 0,4 MB

Institut for European Environmental Policy: Assessment to support continued development of the EU strategy to combat invasive alien species (2010) pdf 2,5 MB

Internetseite der Europäischen Kommission zu invasiven Arten und zur Weiterentwicklung der Strategie (in Englisch) >>

Öffentliche Anhörung zur Europäischen Strategie zum Umgang mit invasiven Arten (in Englisch)  >>

 

Biodiversitäts-Strategie der EU für 2020

In der Biodiversitäts-Strategie für das Jahr 2020 kündigt die Europäische Kommission im Mai 2011 an, ein legislatives Instrument zur Bekämpfung invasiver gebietsfremder Arten bis 2012 zu schaffen. Zum Weiterlesen: Biodiversitätsstrategie für 2020 pdf 0,2 MB

Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten

Der Rat der Europäischen Union hat am 29. September 2014 eine Verordnung über die Vermeidung und das Management der Einführung und Ausbreitung gebietsfremder invasiver Arten verabschiedet, die am 1. Januar 2015 in Kraft tritt.

Die Verordnung enthält Vorschriften zur Vorbeugung und Minderung der nachteiligen Auswirkungen invasiver Arten auf die Biodiversität, die damit verbundenen Ökosystemdienstleistungen, auf die menschliche Gesundheit und die Wirtschaft. Zu diesem Zweck wird von der Europäischne Kommission eine Liste invasiver gebietsfremder Arten erstellt, die regelmäßig aktualisiert und mindestens alle sechs Jahre überprüft werden soll. Die Arten auf dieser Liste dürfen nicht absichtlich in die Europäische Union gebracht werden, sie dürfen nicht gehalten, gezüchtet, transportiert, verkauft oder in die Umwelt gebracht werden.

weitere Informationen

 

 

 


Korina | Koordinationsstelle Invasive Neophyten in Schutzgebieten
Sachsen-Anhalts beim UfU e.V.
Große Klausstraße 11, 06108 Halle
Telefon 0345-202 65 30, Fax 0345-685 85 216
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