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Gesetzliche Regelungen auf internationaler Ebene

Internationales Pflanzenschutzabkommen (IPPC) (1951)

Konvention zur Biologischen Vielfalt (CBD) (1992)

CBD-Entscheidungen

Global Invasive Species Programme (GISP)

Weitere internationale Berichte

 

Internationales Pflanzenschutzabkommen (IPPC) 

1951 wurde das Internationale Pflanzenschutzabkommen (IPPC) zum Schutz der Nutzpflanzen vor Schadorganismen unterzeichnet. Hiernach soll das Vorhandensein, das Auftreten und die Verbreitung von schädlichen Organismen gemeldet und bekämpft werden.

Die Risikoanalysen, die auf Grundlage dieses Abkommens durchgeführt werden, um die Wahrscheinlichkeit einer ungewollten Verbreitung eines Schadorganismus zu bestimmen, wurden 2003 so ergänzt, dass nun auch negative Auswirkungen auf die biologische Vielfalt mitberücksichtigt werden. Damit können auch invasive Arten unter dieses Abkommen fallen.

Zum Weiterlesen: Pflanzenschutzabkommen (pdf) 0,07 MB

 Konvention zur Biologischen Vielfalt (CBD) 

Auf die Tagesordnung internationaler Politik ist das Thema der invasiven Arten seit der ersten UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 gerückt. Die Konvention zur Biologischen Vielfalt ruft in Artikel 8h ihre Mitgliedstaaten dazu auf, Arten, welche Ökosysteme, Lebensräume oder andere Arten gefährden, nicht einzuführen, sie zu kontrollieren und ggf. zu beseitigen.

Zum Weiterlesen: Konvention zur biologischen Vielfalt (pdf) 1,8 MB

CBD-Entscheidungen

Auf den folgenden Konferenzen der Vertragsstaaten (COP) der Biodiversitäts-Konvention werden die in der Zwischenzeit erfolgten Entwicklungen in Richtung der Erfüllung von Artikel 8h der CBD festgestellt und neue Impulse für die kommende Arbeit zu invasiven Arten gegeben:

COP 4 decision IV/I: 1998 forderte die Konferenz dazu auf, Leitprinzipien für die Vorbeugung, Einführung und Vermeidung von Einflüssen gebietsfremder Arten zu entwickeln. decision IV/I

 COP 5 decision V/VIII: Im Jahr 2000 drängt die Konferenz auf die Entwicklung von Strategien und Aktionsplänen zum Umgang mit invasiven Arten. decision V/VIII

COP 6 decision VI/XXIII: Die Konferenz  im Jahr 2002 fordert dazu auf, Mittel zur finanziellen Unterstützung der armen Mitgliedsländer bei der Bekämpfung von biologischen Invasionen bereitzustellen und sie erlässt die >> "Leitprinzipien zur Prävention und Verhinderung der Einbringung gebietsfremder Arten, die Ökosysteme, Habitate oder Arten gefährden“(pdf). Wichtige Leitprinzipien sind:

  • Der Vorsorge-Ansatz: Die Einbringung invasiver Arten sollte verhindert werden.
  • Der 3-Phasen Ansatz: Erst wenn die Vorsorge versagt hat, kommen Früherkennung und Ausrottung zur Anwendung. Ist auch dies nicht mehr möglich, greifen Eindämmung und Kontrolle.
  • Zusammenarbeit zwischen den Staaten
  • Forschung und Monitoring und
  • Aufklärung

decision VI/XXIII 

COP 7 decision VII/XIII decision VII/XIII (pdf) 0,07 MB

COP 8 decision VIII/XXVII: Die Konferenz im Jahr 2006 fordert die Beachtung von Nothilfeprogrammen, Entwicklungshilfearbeit, Tourismus und Forschung bei der Verbreitung invasiver Arten in andere Länder. decision VIII/XXVII (pdf) 0,09 MB

COP 9 decision IX/IV decision IX/IV (pdf) 0,1 MB

COP 10 decision X/XXXVIII decision X/XXXVIII

COP 11 decision XI/XXVIII decision XI/XXVIII pdf

COP 12 decision XII/XVI decision XII/XVI pdf

           decision XII/XVII decision XII/XVII pdf

Global Invasive Species Programme (GISP)

1996 fand in Trondheim eine erste internationale Konferenz über invasive Arten statt, als deren Ergebnis ein Jahr später das >> Global Invasive Species Programme (GISP) gegründet wurde. Das GISP hat das Ziel, Partnerschaften auf internationaler und regionaler Ebene aufzubauen, Wissen zu vermitteln, Unterstützung zu leisten und Ansätze zur Prävention und Kontrolle invasiver Arten in den Ländern zu verbessern.

Weitere internationale Berichte

Millennium Ecosystem Assessment

Das Millennium Ecosystem Assessment ist eine von der UN ins Leben gerufene und 2005 veröffentlichte Erfassung der ökologischen Situation der Erde. Invasive Arten werden in der Studie als einer der wichtigsten Gründe für den Verlust von biologischer Vielfalt und für Ökosystemveränderungen benannt.

Zum Weiterlesen: Millennium Ecosystem Assessment

 


Korina | Koordinationsstelle Invasive Neophyten in Schutzgebieten
Sachsen-Anhalts beim UfU e.V.
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